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Ludwig-Biermann-Preis 2019

Für seine Arbeiten auf dem schnell wachsenden Gebiet der Suche nach den frühesten und entferntesten Quasaren im Universum zeichnet die Astronomische Gesellschaft Eduardo Bañados aus.
Ludwig-Biermann-Preis 2019

Eduardo Bañados (Photo: Cynthia Hunt)

 

Für seine Arbeit auf dem schnell wachsenden Gebiet der Suche nach den frühesten und entferntesten Quasaren im Universum zeichnet die Astronomische Gesellschaft Eduardo Bañados (MPIA Heidelberg) mit dem Ludwig-Biermann-Preis aus. Bereits in seiner Doktorarbeit entwickelte er eine Methode zur Entdeckung von Quasaren mit hoher Rotverschiebung, mit der sich die Anzahl der bisher bekannten Quasare mit hoher Rotverschiebung nahezu verdoppelte. Eine seiner größten Errungenschaften ist die Entdeckung des entferntesten Quasars mit einer Rotverschiebung, die einem Alter des Universums von nur 700 Millionen Jahren entspricht. Die Untersuchung von Quasaren mit hoher Rotverschiebung ist von grundlegender Bedeutung für das Verständnis der Galaxien- und Strukturbildung im Universum. Aufgrund ihrer enormen Helligkeit lassen Quasare Rückschlüsse auf das frühe Universum und auf die Masse ihrer zentralen Schwarzen Löcher zu. Nach seiner Promotion erhielt Eduardo Bañados ein angesehenes Stipendium der Carnegie Observatories in Pasadena, Kalifornien, und der Princeton University in New Jersey, bevor er 2019 an das Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg zurückkehrte.


Mit dem Ludwig-Biermann-Preis der Deutschen Astronomischen Gesellschaft werden herausragende junge Astronominnen und Astronomen ausgezeichnet. Der Preis besteht aus der Finanzierung eines wissenschaftlichen Aufenthalts an einer Institution nach Wahl des Empfängers.